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Ersatztherapie

Ersatz des fehlenden Schutzeiweißes

Wenn die Folgen des Alpha-1-Antitrypsin-Mangels bereits zu einem bestimmten Verlust der Lungenfunktion geführt haben, kann es sinnvoll und notwendig sein, dem Körper das fehlende Alpha-1-Antitrypsin durch Infusionen zuzuführen. Man nennt diese Behandlungsform „Substitutionstherapie“. Durch die Zufuhr des Schutzeiweißes können die Lungenbläschen vor weiterer Zerstörung geschützt werden. Geheilt ist die Krankheit allerdings nicht – der Körper kann das fehlende Protein weiterhin nicht selbst produzieren. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Substitutionstherapie lebenslang durchzuführen.

Das konzentrierte Alpha-1-Antitrypsin wird aus dem Blut gesunder Menschen gewonnen und dem Patienten in der Regel ein Mal pro Woche per Infusion gegeben. Die Infusion kann beim Lungenfacharzt (Pneumologen) oder Hausarzt durchgeführt werden. Die Kosten der Substitutionstherapie werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

Studien haben gezeigt, dass die Substitutionstherapie bei vielen Patienten das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Die Substitutionstherapie bei Alpha-1 wird von den allermeisten Patienten gut vertragen. Nebenwirkungen wie Fieber und Unwohlsein sind selten. Die Entscheidung, welche Patienten für diese Behandlung geeignet sind, fällt der behandelnde Lungenfacharzt (Pneumologe).